Website Frank Reimann
 Motorradtour Russland 2017 und 2018  
 
 

 
 



Russland
ist anders: krass, beeindruckend, herzlich, freundlich, reich, arm, positiv den Deutschen und Deutschland gegenüber eingestellt. Schwer zu beschreiben.

Wir sind von Klaipeda aus, mal rechts und links der Hauptstrassen, mal die Hauptstraßen selbst über Moskau, Wolgograd, Samara, Ekaterinburg nach Byngi, einem Dorf unweit von Ekaterinburg gefahren. Hier haben unsere Motorräder überwintert. Zurück ging es über Irbit, Ekaterinburg, Kasan, Rybinsk, St. Petersburg und Helsinki.

Zum Reisebericht mit Fotos 2017 und Reisebericht mit Fotos 2018 (ursprünglich jeweils ein WhatsApp Broadcast) den jeweiligen Link anklicken.  Eine Videosequenz  von unserer dreitägigen Ural-Gespann-Tour seht ihr hier.

Auf die Frage im Ural, woher wir kommen, habe ich mir irgendwann die Antwort Hamburg gespart. Hamburg kennt dort kaum einer. Mit der Antwort Deutschland erntete ich ein Kopfschütteln, dann ein Schulterklopfen. "Ihr seid verrückt, aber toll das ihr hier seid." war die Reaktion.


Folgendes nur als Anregung oder Tipp:
  • Visum/Zoll: Es gibt die Möglichkeit der Zollbefreiung ein Jahr,Voraussetzung ist ein Geschäftsvisum für ein Jahr. Wenn man noch nie in Russland war und auch keine Einladung hat, liegen die Kosten so bei 400 EUR (Visaagentur Königtours). Beim Grenzübertritt muss man darauf dringen, dass man die Zollbefreiung für das eine Jahr erhält (sonst nur vier Wochen). Dauer Grenzabfertigung bei der Einreise 2 h (incl. Lettland, die brauchten auch).
  • Straßen/Entfernungen: Die großen Magistralen (M9, M4, M5, M7, A114) waren alle gut, vor größeren Orten mehrspurig. Links und rechts von den Magistralen ist alles möglich: Feldwege, welche  10 m nach der Magistrale beginnen, traumhafte Straßen, die sich durch die Landschaft schlängeln und Straßen, da fährt man lieber den Feldweg nebenan. Das gilt auch für Straßen, die als Hauptstraßen gekennzeichnet sind. Wenig Ortsdurchfahrten im ländlichen Raum. Bei den Entfernungen aufpassen, man verschätzt sich schnell!
  • Übernachtung: Hotels (gutes EZ ab 30 EUR), Gostonica (einfach, ca. 10 EUR, zuvor ansehen) oder "wildes" zelten. Alles kein Problem.
  • Polizei: Auffallend viele stationäre und mobile Radarfallen. 100 km/h (an Stelle von 90 km/h) wurden toleriert. Sonst hatten wir nur eine Kontrolle, ohne Probleme.
  • Preisniveau: Ich bin jetzt mal mutig und sage, für den Euro (Rubel) bekomme ich in Russland mehr als in Deutschland. Gilt vielleicht etwas eingeschränkt für Moskau und StP. Benzin ca. 55 Ct/l, shoppen im  Magazin war immer preiswert (für mich, nicht für den russischen  Bürger!)
  • Moskau und St. Petersburg sind jeweils eine Weltstadt, Hamburg träumt davon. Hinfahren und ansehen. Wir haben in Moskau im Hotel Molodyozhny (http://www.hcm.ru) und bei St.Petersburg in Peterhof übernachtet. Gut. Motorräder wurden bewacht. Wir haben jeweils für zwei Nachmittage in Moskau Julia (www.iwir.de) bzw. in StP Alexandra (+7 921 372 05 02) als Reiseführerin engagiert. Beide haben  viel informatives über Moskau bzw. St. Petersburg und Russland  erzählt, die Eintritte organsiert, perfektes Deutsch gesprochen. Klare Empfehlungen.
    M.E. in Moskau sehenswert nebst Innenstadt: Das Raumfahrtmuseum und
    die Flugzeugausstellung in Monino (wer sich für Flugzeuge interessiert). Falls ein Ausflug nach Sergijew Possad geplant ist, würde ich streichen. Es ist völlig überlaufen.
  • Wolgograd: War im September noch sehr warm (bis zu 30 °C). M.E. ist die Stadt nicht so sehenswert und lebt (aus deutscher Sicht) mehr von der Schlacht um Stalingrad.  Wer sich dafür interssiert: Eine bessere Führung als durch Galina (galinazvyagina@bk.ru) kann ich mir zu diesem Thema nicht vorstellen. Engangiert, unheimlich viel Wissen, perfektes Deutsch. Übernachtung im Hotel Volgograd. Ein sehr sauberes und schönes Hotel im historischen Stil (innen!).
  • Ekaterinburg: Nach Tscheljabinsk eine echt positive Überraschung. Neben modernen Gebäuden stehen historische Gebäude. Vom Vysotsky-Tower schöner Blick über die Stadt. 
  • Für Ausflüge in den Uralempfehle ich Ural Expeditions & Tours (www.welcome-ural). Oleg und sein Team machen vieles möglich. Wir hatten eine dreitägige Uralgespanntour mit Guide gebucht. Da  unser Guide Wladimir (mit Wladimir überlebt man alles) nur Russisch sprach fuhr Natascha als Dolmeterin (Englisch) mit. War top!
  • Newjansk, Nischni Tagil, Kuschwa und Umgebung: Stahlwerke, Panzerwerk (Panzermuseum !), Erz-Tagebaue auf der einen Seite, herrliche Birkenwälder, kleine Dörfer, Sprungschanzen (FIS-Weltcup!), schiefe Kirche Newjansk, fahrbare Schotterwege auf der anderen Seite. 
  • Byngi: Ein Dorf, welches ca. 100 km nördlich von Ekatrinburg liegt. Hier haben wir bei Olga und Stefan Semken im Holzhaus übernachtet. Stefan ist vor ca. 15 Jahren nach Russland ausgewandert und lebt das Abenteuer seines Lebens. Stefan zu beschreiben ist schwer. Vermutlich trifft die Formulierung "positiv bekloppt engagiert" es am ehesten. Wir wurden gut bewirtet (Danke Olga) und die Gespräche und Ausflüge (man blickt hinter viele Kuluissen (Theaterkantine,...)) mit Stefan waren hochinformativ (http://www.semken.eu/Semken.eu).
  • Kasan: Eine absolut postive Überraschung. Eine sehr lebendige Stadt mit einer intensiven Mischung aus Christentum und Islam. Auffallend viele junge Menschen und die Straßen in Tatarstan sind gut! Deutschsprachige Stadtführung mit Zoe, gut (+7 917 299 79 078, reagiert nicht auf WA, aber SMS).
  • Höhlenkloster Spassky Convent bei Kostomarovo: Sehenswert. Südlich von Woronesh. Nicht weit davon fließt der Don. Dort gibt es schöne Zeltmöglichkeiten.

Navigation:
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