Website Frank Reimann
 Wanderung Nordkinn Norwegen 2014     
 
 

 
 

Steinfeld auf dem Weg zum Nordkinn
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Nordkinn (Nordkyn, Kinnarodden) ist der nördlichste Festlandspunkt Europas und liegt bei N 71° 08' 01'' in Norwegen. Nicht weit weg vom Nordkap, welches zwar etwas nördlicher liegt, aber eben einer Insel (Magerøya).


Warum? 1997 habe ich das erste Mal in der Zeitschrift Outdoor vom Nordkinn gelesen. Damals ist man noch ohne GPS einfach querfeldein nach Karte und Kompass gelaufen (zu dem Zeitpunkt lagen dort auch noch zwei abgestürzte Wracks von Ju-Flugzeugen aus dem 2. Weltkrieg). Später konnte ich im Internet an Hand von Berichten und Aufzeichnungen verfolgen, wie verschiedene Personen versucht haben, Nordkinn zu erreichen. Seit 2004 liegt in einer Talsenke vor Nordkinn ein Geocache. Diese Einträge in das Logbuch sind am informativsten und geben die Mischung aus Anstrengung, den Kampf mit dem Wetter und den Eindrücken bzgl. einer kargen (sub)arktischen Landschaft gut wieder. Irgendwie hat mich das alles immer wieder fasziniert.

Zu beachten: Die Wanderung nach Nordkinn ist keine Expedition, aber schon anspruchsvoller als wandern in den Alpen oder der Hohen Tatra. Und insofern waren die Vorbereitungen gründlicher. Der Weg zum Nordkinn ist inzwischen mit vielen roten T sowie Steinmänchen ab Mehamn (ca. 900 Einwohner) Flugplatz markiert (jedes Steinmänchen ist einer von 28 Wegpunkten auf der Karte, diese sind aber in unterschiedlichen Abständen aufgestellt). Insbesondere die roten T helfen einem in dem Geröll einen optimalen Weg zu finden. Und wenn man beides nicht sieht, nutzt man das GPS-Gerät, denn für die Steinmänchen (Wegpunkte) sind die Koordinaten in der Karte hinterlegt.


Informationen:

  • Im Red Tree erhält man die Nordkinn-Wanderkarte. Tina und Ruan, ein total netter Kontakt, sprechen als Schweizer auch fließend Deutsch. Und sie haben zwei schöne und preiswerte Zimmer zum Übernachten.
    Details siehe http://www.expedition-earth.com
  • Auch informativ: Die Logeinträge zum Geocache „nothing but stones“.
  • Auf den „Bergen“ hatte ich Handynetz (D-Netz).
  • Es läuft sich wirklich entspannter, wenn man den Steinmänchen und insbesondere dem roten T, zumindest bis zum Punkt 23, folgt
  • Ich habe am Punkt 9 mein Zelt aufgestellt und auch stehen gelassen. Viele Wiesen waren sehr feucht. Einen Zeltplatz zu finden, ist nicht ganz so einfach. Auf dem Hochplateau am Meer habe ich biwakiert.
  • Es war im August auch nachts kalt, ca. 5 grd.
Zwei Bitten: Vor der Tour bitte im Red Tree abmelden (falls keiner da ist, das Buch ist am Eingang). Und bitte nur die Tour laufen, wenn man es sich wirklich zutraut. Rettungsaktionen sind nicht willkommen, nehmen aber wohl leider zu. Selbst mitbekommen.







 frank.reimann.hh@googlemail.com