Website Frank Reimann
 Paddeln Feegensee Schweden 2007   
 
 
 
 

Fegensee


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Der Fegensee liegt südöstlich von Göteborg in Schweden. Der schmale, mit ein paar Inseln versehene See, ist ca. 25 km lang. Über den Svansjön (kleine Seenkette) mit einmaligem Umtragen (ca. 300 m) gelangt man in den Kalvsjön, insgesamt ca. 45 km Paddelstrecke. Weitere mögliche Wegoptionen sind:
  • Ab Kalv den Fluss Lillan weiterpaddeln, dieser mündet nach ca. 10 km (und einer weiteren Umtragestelle, ca. 400 m) in den Ätran.
  • nördlicher Fegensee: Fluss Spangan nach Kalv und von dort über den
  • Kalvsjön und Svansjön (kleine Seenkette) mit einmaligen Umtragen (ca.   300 m) wieder in den Fegensee.
Die Ufer sind bewaldet, vereinzelt stehen Häuser oder Hütten am Uferrand, insgesamt eine ruhige und schöne Wald-See-Landschaft. Der Fegensee selbst ist ein Naturreservat. Das Revier ist für eine viertägige Paddeltour, bei der man skandinavisches Feeling aufnehmen möchte, auch für Familien (kalkulierbares Abenteuer) gut geeignet. Wir waren Mitte Mai 2007 von Sotanas (Westufer südlicher Fegensee) bis Mölnyby (Mündung des Lillan ind den Ätran) unterwegs. Auf dem Wasser haben wir außer vereinzelten Anglern niemanden angetroffen.

Erste Informationen haben wir uns über den kanotguiden, das Buch  Kanuwandern in Schweden (ISBN 3-85862-352-0) und die Website http://www.hoerberg.de/fegen/fegenb.htm besorgt. Beim Surfen im Internet sind wir dann noch auf die Website von Claes (www.fegen.nu) gestoßen, der uns in deutsch noch gute Auskünfte erteilte. An Karten hatten wir vorab die Terrängkartan 5CNO,6CSO gekauft. Als praktisch und ausreichend erwies sich jedoch die für ca. 20 SEK vor Ort erworbene Karte Fascinerande Fegen (beziehbar z.B. über Claes). In dieser Karte sind die offiziellen Lagerstellen eingetragen und die Karte enthält auch lokale Werbung (Sommercafe, Bäckerei,...).  Eine allererste Übersicht bietet auch dieser Link zu einem Ferienhaus http://www.torsten-birenheide.de/fegen.htm.
Das Ausleihen des 3er Canadiers incl. 2 Packtonnen, einem Bootswagen und der Abholung am Zielort betrug 1500 SEK. Ein Bootswagen ist wegen der langen Umtragestrecken unbedingt erforderlich. 

Lebensmittel hatten wir für die Paddeltour entsprechend mitgenommen, in Kalv kann man jedoch gut nachbunkern. Das Wasser wurde aus dem See entnommen und abgekocht. Kaffee und Tee schmecken etwas anders. Anfänglich haben wir das Wasser auch mal gefiltert mit der Feststellung: Das Wasser lebt.

Die Übernachtung (Mai 2007) ist im Gebiet wie folgt geregelt:
  • Fegensee: Im Naturreservat Fegensee darf ausschließlich auf den eingerichteten Lagerplätzen (Feuerstellen) gegen Gebühr übernachtet werden. Die Gebühr beträgt 50 SEK (ca. 5 EUR) pro Person und muss als Gutschein vorab erworben werden. Bei Inanspruchnahme der Lagerstelle ist der Gutschein in eine Box einzuwerfen. Die Lagerplätze (waren in gutem und sauberen Zustand) bestehen aus ein oder zwei Feuerstellen (Holzstämme sind vor Ort, Säge und Beil zum „Zerkleinern“ ebenfalls), einem Plumpsklo, mehreren Mülltonnen und natürlich einer Möglichkeit, mehrere Zelt aufzustellen. Ein schöner Lagerplatz ist die Insel Sandhuset.
  • SvansjönZelten verboten (lt. Mündlicher Aussage von Claes)
  • Kalvsjön, Lillan, Stangan: Hier gilt das Jedermannsrecht, oben beschriebene Lagerplätze sind am Kalvsjön und auf dem Lillan aber auch vorhanden.

Tipps:
Mit Claes hatten wir ca. 17:00 Uhr Bootsübergabe in Sotanas. Leider kann man dort nicht übernachten, so dass wir noch das Faltboot aufbauen, die Boote packen und ca. 15 min. zu einem Lagerplatz fahren mussten. Ist viel Aufwand für die kurze Strecke. Außerdem fehlen einem schon ein paar Kilometer des Fegensees.
Unbedingt die Kirche Sandviks ka besichtigen. Ist etwas unscheinbar, aber wunderschön. Kirche war bei uns offen, allerdings klemmt etwas die Tür, so dass wir erst dachten, das sie abgeschlossen sei.

 frank.reimann.hh@googlemail.com